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Guido ThalerRossbach 314, A-6465 Nassereith

UCI S2 Belgian MTB Challenge

UCI S2 Belgian MTB Challenge (BeMC) 2014 http://riva.bike-festival.de/de/live/ergebnisse.html 16.-18.05.2014

Austragungsort: La Roche (BEL)

Länge: 3 Tage mit 55km – 2300Hm, 98km - 2600Hm und 85km - 2800Hm

Teilnehmeranzahl:  Ges. ca. 800 Starter, davon 60 Elite Herren

Bedingungen: Sehr warm gleichzeitig sehr schlammig durch die Streckenführung

Ergebnis / Bericht: 26. Rang (26., 41., 23.)

Die Reise nach Belgien war schon etwas komisch: Es fühlt sich komisch an, wenn der letzte Weltcup für mich als U-23 Fahrer dort 12 Jahre her ist. In Hinblick auf meine 31 Jahre sitze ich dann schon recht lange im (Renn)Sattel. Egal, ich war motiviert und das Training mit Mathias Nothegger (NOM Training) war viel versprechend. Drei Tage boten sich als ideale Vorbereitung für die langen Stageraces im Sommer an. Mit dabei mein brandheißes Rocky Mountain Element 999.
BeMC #1
Startschuss, Tag #1: Was ist mit den Belgiern los? Nur auf der Sattelspitze kam ich in einer riesigen Traube (das war dann die Spitze) den ersten Berg hoch – oder wäre doch Laufen besser? Diese Frage stellte ich mir beinahe an jedem Anstieg der Runde, die wir zwei Mal zu bewältigen hatten. Oben angelangt folgten weite Wiesen, wo alle Druck machten. Forststraßen kennen die dort auch nicht – der Wald wird dort eben „nur“ normal mit schwerem Gerät bewirtschaftet. Das hat mir richtig zugesetzt. Trotz eines Durchschnittspulses von 181 reichte meine Leistung über 2:40 nicht aus, um nur annähernd in den Top 10 etwas mitreden zu können: Platz 26 in sehr knappen Abständen. Querfeldein-Profis dominieren die Front. Am Abend folgte dann das Übel, indem mich grobe Verdauung bis in den späten Abend quälten.

Tag #2 ging ich mit den Streckeninfos des Vortages eher besonnen an. Auch das kleine 32er- Kettenblatt war montiert. Aber nach nur zwei Stunden war ich richtig fertig bzw. leer. Magenkrämpfe wechselten sich mit Übelkeit ab, bei jedem Versuch nur etwas aufs Gas zu drücken. Wäre die Strecke nicht nur durch Forstgebiete verlaufen, wäre ich ausgestiegen und nach Hause gefahren. In diesem Fall musste ich ins Ziel mit der Frage, warum ich mir das eigentlich antue: Platz 41 an diesem verdammten Tag.

Startschuss, Tag #3 und es war erneut sehr schwül. Vier Falschen waren für die Verpflegung vorbereitet. Bei „nur“ 2600 Höhenmetern ein völlig anderer Maßstab im Gegensatz zum geheiligten Land Tirol. Bald fand ich mich in einer 9-Mann Gruppe wieder. Am Berg war wieder alles paletti, ich fand mich mit der Steilheit und dem klebrigen Untergrund mittlerweile gut zurecht und versuchte an jedem Anstieg dieser Gruppe zu entkommen. Mit mäßigem Erfolg: Nach jedem Berg folgten teils offene, flache und weite Wiesenabschnitte mit viel Wind. Da musste ich nun immer zusehen, wie die hart erarbeiteten Meter aus Ansteigen und Abfahrten von der Gruppe aufgefressen wurden. Nach der Rennhälfte blieb ich dann endgültig in der Gruppe aus welcher sich abermals bei einer Verpflegung 3 Mann absetzten. Der extreme Schluss lag mir dann wieder und rollte auf Platz 23 ins Ziel. Keine Punkte, dieselbe Platzierung wie in Riva und trotzdem irgendwann viel zu erzählen.

1. CARABIN Sebastian (BEL)
2. MEEUSEN Tom (BEL)
1. PETERS Bas (NED)
...
26. Thaler Guido (A)

Bis Bald
Euer Guido

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